Was ist CFD-Handel?

CFD trading

Wenn man von dem CFD-Handel spricht, geht es um den sog. „Contract for Difference“ bzw.
auf Deutsch den „Differenzkontrakt“. Dies mag zunächst sehr kompliziert klingen, es ist jedoch
einfach zu erklären, wie der CFD-Handel funktioniert. Beim CFD-Handel kauft der Investor im
Gegensatz zum klassischen Aktienhandel nicht direkt eine Aktie und deren Wert, sondern
einen Kontrakt, der die Wertveränderungen einer Aktie abbildet. Sehr vereinfacht gesagt
spekulierst der Investor darauf, ob der Wert der Aktie steigt oder fällt. Hierbei wird in der
Finanzwelt vom „long“ gehen oder „short“ gehen gesprochen. Wenn sich der Käufer dazu
entscheidet bei einer Aktie „long“ zu gehen, hofft er darauf, dass diese Aktie an Wert gewinnt.

Im gegensätzlichen Fall hofft der Käufer beim „short“ gehen darauf, dass die Aktie an Wert
verliert. Hierin liegt der größte Unterschied zum klassischen Aktienhandel bei dem man nur
den Wert einer Aktie kaufen kann und auf eine Wertsteigerung hofft. Mit dem Wertverlust
einer Aktie, kann ein Investor beim klassischen Aktienhandel keinen Gewinn erzielen.
Der CFD wird bei einem Broker gekauft und dieser legt unter anderem den Punkt- und
Tickwert fest und bestimmt so wieviel die kleinstmögliche Veränderung am Markt kostet.
Beim DAX beträgt der Tickwert bspw. meistens 12,50€, andere Broker bieten aber auch häufig
5€ oder 1€ als Minimum an.

Wie handelt man einen CFD?

Bei der Investition kommt zusätzlich der sog. Hebel ins Spiel. Dabei können auch mit kleineren
Einsätzen hohe Gewinne erzielt werden, da man zusätzlich mit geliehenem Geld vom Broker
in die jeweiligen Aktien investiert. Bei einem großen Verlust tritt jedoch die Nachschusspflicht
in Kraft und der Investor, muss den Verlust des geliehenen Geldes beim Broker ausgleichen.
Da der Broker selbst für das Halten von Aktien zahlen muss, gibt dieser Finanzierungskosten
an den Investor weiter, der einen CFD-Depot bei diesem hält. Über die genaue Höhe der
Kosten, kann sich der Käufer aber vor dem Kauf informieren. Im Gegensatz zum klassischen
Aktienkauf ist bei Kauf und Verkauf keine Gebühr fällig, jedoch ist der Wert bei Verkauf
geringfügig weniger Wert als beim Kauf – diese Differenz wird „Spread“ genannt. Das
bedeutet, dass ein Kauf und anschließend sofortiger Verkauf von einem CFD einen Verlust
bedeuten würde. Dies ist jedoch branchenüblich beim CFD-Handel, wichtig ist hierbei jedoch
die Transparenz, sodass der Käufer vor Kauf über die genaue Höhe des Spreads informiert ist.

Beim Kauf kann zwischen drei verschiedenen Orderarten gewählt werden, dem Market, dem
Limit und dem Stopp. Bei dem Market wird der Kauf oder Verkauf direkt durchgeführt. Bei
Limit wird für den Kauf ein Maximalpreis und für den Verkauf ein Minimalpreis angegeben
und die Order nur bei entsprechendem Kurs ausgeführt. Der Stopp ist das Gegenteil, hierbei
wird der Kauf erst bei einer bestimmten Preisüberschreitung und der Verkauf bei einer
definierten Preisunterscheidung ausgeführt.

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