Diversifikation bei Aktien

Diversifikation

Beim Investieren in Aktien ist die Diversifikation äußerst wichtig, denn wenn ein Investor sein
ganzes Kapital in eine einzige Firma und eine einzige Aktie steckt, hängt sein ganzes
Anlagevermögen von dieser einen Firma ab. Das ist der Grund, warum Sie nicht alle Eier in
einen Korb legen sollten. Dabei kann es immer passieren, dass ein Unternehmen aufgrund
eines selbstverschuldeten Fehlers oder wegen unbeeinflussbarer Marktveränderungen Pleite
geht und der Investor das ganze angelegte Geld verliert. Eine Diversifikation bei Aktie
bedeutet umgekehrt, dass man nicht nur in eine Aktie, sondern in viele verschiedene
investiert. Dabei sollten sowohl verschiedene Firmen als auch verschiedene Branchen und
Märkte abgedeckt sein und so eine Diversifikation und Risikostreuung beim Aktienkauf
betrieben werden.

Durch diese Streuung des Kapitals können einzelne Verluste auf der einen Seite durch
Gewinne auf der anderen Seite ausgeglichen werden. Zusätzlich profitiert der Investor von
einem allgemeinen Wachstum des Marktes und ist nicht mehr nur von dem Erfolg einzelner
Firmen abhängig. Dies macht zusätzlich das Aussteigen aus erfolglosen Firmen und der
Einstieg bei börsenneuen Unternehmen einfacher.

Diversifikation und Risikostreuung beim Aktienkauf

Das grundlegende Ziel der Diversifikation ist dabei schlechtweg das Risiko, das man bei der
Anlage hat, zu streuen (Risikostreuung) und möglichst gering zu halten. Hierbei gilt aber auch
zu sagen, dass ein hohes Risiko gleichzeitig auch für die Möglichkeit auf eine hohe Rendite
spricht, während ein geringes Risiko generell eine kleinere Rendite bietet. Dieses Prinzip geht
auf die beiden Forscher Modigliani und Miller zurück. Hieraus folgt auch das Sprichwort „nicht
alle Eier in einen Korb legen“, denn geht dieser kaputt sind gleichzeitig auch alle Eier kaputt.
Dabei haben beide herausgestellt, dass es bei einer Anlage prinzipiell zwei verschiedene
Risiken gibt. Zum einen das individuelle Risiko und zum anderen das allgemeine Marktrisiko.
Bei einem Unternehmen kann es sich bei dem individuellen Risiko dabei handeln, dass es von
einem schlechten Management geführt wird, insolvent geht, weil es nicht mehr
wettbewerbsfähig ist oder weil es in individuelle Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist. Das
Marktrisiko, was auch als systemisches Risiko bezeichnet wird, ist ein allgemeines Risiko.
Wenn also ein ganzer Markt, z.B. der deutsche Markt, an Wert verliert, betrifft das alle
deutschen Unternehmen und nicht nur einzelne.

Das individuelle Risiko kann dabei also dadurch eingeschränkt und minimiert werden, indem
man in mehrere Unternehmen investiert und sein Geld nicht nur auf ein Unternehmen setzt.
Um das systemische Risiko zu minimieren ist es nötig sein Geld nicht nur in einen einzigen
Markt zu investieren, sondern in verschiedene Länder und Regionen, verschiedene Branchen
und verschiedene Anlageklassen zu wählen.

Abschließend gilt also festzuhalten, dass bei der Investition in Aktien auf die Diversifikation
und dementsprechende Risikostreuung sowie Risikominimierung geachtet werden sollte, um
bei unerwarteten Marktveränderungen keine zu hohen Summen zu verlieren und kleinere
Verluste ausgleichen zu können.

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